Schloss Ebersdorf

Verein Schloss Ebersdorf 1690 - heute und morgen

Kreistag stimmt dem Verkauf des Ebersdorfer Schlosses in geheimer Abstimmung zu

Lesen Sie den Artikel aus der OTZ hier, oder auf unserer Webseite.

Das Angebotskonzeptes unseres Vereines, welches wir mit 160.000 Euro als Kaufsumme unterlegt haben, können Sie hier herunterladen und lesen:

Konzeptes unseres Vereines

Auszüge aus einem OTZ Artikel von Peter Hagen:

Ebersdorf. Der Kreistag Saale-Orla hat in dieser Woche einem Verkauf des Ebersdorfer Schlosses zugestimmt. Nach OTZ-Informationen soll es aber noch einige Änderungen bezüglich der ursprünglichen Beschlussvorlage gegeben haben. Unter anderem soll es hierbei darum gegangen sein, dass der Kaufvertrag nicht mit einer Kommandit¬gesellschaft in Gründung geschlossen werden könne, sondern nur ein klarer Käufer mit Anschrift infrage käme.

Behandelt wurde der Verkauf des Ebersdorfer Schlosses unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Dass OTZ bereits im Vorfeld ausführlich über den Kaufinteressenten und dessen Gebot von 100 000 Euro berichtet hatte, stieß dem Landrat erwartungsgemäß bitter auf. Kreistagsmitglied Allam Hanna (CDU) hatte vorgeschlagen, dass nach dem Zeitungsbericht das Thema nun auch öffentlich behandelt werden könnte, was jedoch ab-gelehnt worden ist. Hanna ist neben Regine Kanis (SPD) eines der Kreistagsmitglieder, die sich im Verein „Zukunft für Schloss Ebersdorf“ aktiv um den Erhalt der Immobilie mit einer möglichst öffentlichen Nutzung bemühen. Aus diesem Verein kam jetzt harsche Kritik an dem Verkaufs-Beschluss. Denn dieser Verein soll ein Kaufangebot für 160 000 Euro unterbreitet haben. „Zudem hatten wir eine umfassende Präsentation mit einem Konzept für die öffent¬liche Nutzung des Schlosses eingereicht“, erklärt Vereinsmitglied Halgard Stolte. Doch die Unterlagen sollen wohl zwei Stunden nach Fristablauf der Ausschreibung in der Kreisverwaltung eingetroffen und daher nicht mehr berücksichtigt worden sein.

Dabei war der Verein „Zukunft für Schloss Ebersdorf“, der mit einer Stiftungsgründung die finanzielle Basis zum Erhalt des Schlosses schaffen wollte, bei der Kreisverwaltung längst nicht unbekannt. Nach der ersten Ausschreibung der Immobile Ende 2015 war es zu der Vereinsgründung gekommen, nachdem sich Bürger zusammenfanden, denen der Erhalt des Schlosses mit einer öffentlichen Nutzung sehr am Herzen lag. Schon damals gab es ein Angebot an den Landkreis zur Übernahme der Immobilie. Aber keine Antwort aus der Kreisverwaltung. Als der Landrat durch den Kreistag beauftragt worden war, nochmals eine Ausschreibung auf Grundlage eines Exposé vorzunehmen, war der Verein erneut mit einem Angebot zur Stelle gewesen. Doch das soll unberücksichtigt geblieben sein, weil der Verein noch nicht im Register eingetragen gewesen wäre.

„Wir hatten nicht genügend Unterstützung“, so der Eindruck von Halgard Stolte, die das in Aussicht stehende Investment von 400 000 Euro, das der mögliche neue Eigentümer in Aussicht gestellt hatte, für deutlich zu niedrig hält. „Die Renovierung wird kurzfristig viel mehr Geld in Anspruch nehmen, wenn man das Schloss retten will. Wir hatten mit vier Millionen Euro gerechnet, die kurzfristig investiert werden müssten.“

Das Landratsamt hält sich unterdessen – wie meistens bei Immobiliengeschäften – weiter bedeckt. Immerhin wurde auf OTZ-Anfrage wenigstens bestätigt, dass mindestens eine Wand des Gebäudes vom Hausschwamm befallen ist. Es besteht also höchstes Gefährdungspotenzial für das Schloss.

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